Der Jagdgebrauchsteckel
Ein Allrounder für die Suche, das Finden und Stöbern
Jagen ohne Hund ist Schund
Das Jagen ohne hierfür ausgebildete Jagdhunde kann bestenfalls nur in Ausnahmefällen funktionieren und ist im Übrigen auch überhaupt nicht waidgerecht.
Der Einsatz von Jagdhunden wird deshalb durch gesetzliche Regelungen klar bestimmt. Dementsprechend lautet beispielsweise §4 Abs. 1 des Niedersächsischen Jagdgesetzes: "Den Jagdausübungsberechtigen muss ein für den Jagdbezirk brauchbarer Jagdhund, der geprüft ist, zur Verfügung stehen."
Zugelassene Hunderasse für den Jagdgebrauch
Bei uns in Deutschland ist das Jagdhundewesen über den Jagdgebrauchshundeverein (JGHV) als Dachverband zentral organisiert. Dieser Verein führt eine Auflistung aller Hunderassen, die für die Jagd zugelassen sind. Da der Teckel beim JGHV gelistet ist, zählt er folglich zum erlauchten Kreis der anerkannten Jagdhunde in Deutschland.
Geboren um zu Jagen?
Hunde bekommen von ihren Elterntieren 4 instinktive Grundveranlagungen mit auf ihren Lebensweg. Das ist ein Erbe ihres gemeinsamen Stammvaters, dem Wolf. Hierbei handelt es sich um den sozialen Rudelinstinkt, den Territorialinstinkt, den Sexualinstinkt und den Jagdinstinkt.
Mittlerweile sind die einzelnen Veranlagungsbereiche je nach Hunderasse unterschiedlich in der Gewichtung verteilt und ausgeprägt. Sie sind durch Umwelteinflüsse modifizierbare, genetische Dispositionen.
Bei Jagdhunden hat ein gesunder Jagdinstinkt (Nahrung suchen -> jagen -> Überleben sichern) eine herausgehobene Bedeutung. Insofern ist es für den Erhalt der rassespezifischen Veranlagungsmerkmale wichtig, dass diese bei Zucht von Jagdhunden nicht im Laufe der Zeit verloren gehen.
Den Züchtern von Jagdhunden liefern deshalb Anlageprüfungen wichtige Hinweise für die Fortentwicklung ihrer Zuchtlinien. Zu den Anlagenprüfungen des Deutschen Teckelklub 1888 e.V. (DTK) zählen die Schußfestigkeitsprüfung (Sfk), der Wassertest (Wa.T.), die Spurlautprüfung (Sp) und die Eignungsbewertung für die Bodenjagd (BhFK/95).
Warum Prüfungen für Jagdhunde so wichtig sind
Der Einsatz von Jagdhunden dient nicht nur der Unterstützung der Jäger/innen. Er hat vielmehr einen bedeutsamen Tierschutzaspekt. Dies betrifft z.B. das rasche Auffinden des Wildes, wenn ein Tier durch einen schlechten Schuss nicht richtig getroffen oder durch einen Verkehrsunfall verletzt wurde und weggelaufen ist. Für derart bedauerliche Situationen benötigt man dann einen speziell für die Nachsuche ausgebildeten Hund, der seine/n Hundesführer/in sicher und verlässlich zum Stück bringt. Das Meistern dieser verantwortungsvollen Aufgabe wird den Jagdhunden nicht automatisch in die Wurfkiste gelegt - auch wenn sie dazu die besten Veranlagungen aus ihrer Zuchtlinie mitbringen.
Brauchbarkeitsprüfungen: Die Greencards für den Jagdgebrauch
Die Übernahme eines gut veranlagten jungen Jagdhundes von einem Züchter ist nicht gleichbedeutend, dass man auch sofort einen brauchbaren Hund für die praktische Jagdausübung an der Hand bekommen hat. Damit der Jagdhund das Testat seiner "Brauchbarkeit" erlangen kann, müssen sowohl der Hundebesitzer als auch sein Jagdhund eine intensive Ausbildungzeit durchlaufen, bei der sich letztendlich beide als Team finden und gegenseitig vertrauen können.
Die Ausbildungszeit war für mich immer eine spannende und fordernde Periode, weil jeder Hund anders ist und ich mich auf jeden meiner Hunde neu einstellen musste.
Um also sicherzustellen, dass ein Jagdhund einsatzspezifisch "brauchbar" ist, muss er hierfür erfolgreich eine Brauchbarkeitsprüfung bestanden haben. So können die Teckel über den Deutschen Teckelklub 1888 e.V. (DTK) Brauchbarkeitsprüfungen zur Stöber-, Schweiß- und Bauarbeit sowie eine Vielseitigkeitsprüfung ablegen.
Erfahrung krönt die Brauchbarkeit
Anhand der vorstehenden Ausführungen zeigt sich, welche gewichtige Rolle und Aufgabe unseren Jagdhunden bei der Jagdausübung grundsätzlich zufällt. Ohne Mitwirkung unserer vierbeinigen Jagdgehilfen können die Jagdausübungsberechtigten das Jagdhandwerk weder vollkommen noch tierschutzgerecht ausüben.
Wir setzen unsere Hunde vornehmlich im eigenen Revier ein. Das überwiegende Einsatzspektrum reicht dabei von Kontroll- und Tot-/Nachsuchen bis hin zur Stöberarbeit auf Schalenwild bei Drückjagden.